2. Gipsherstellung bei der Rauchgasentschwefelung in Kohlekraftwerken
(REA-Gipse)
Als Nebenprodukt entsteht dieser sogenannte REA-Gips in grossen Mengen bei der
großtechnisch eingesetzten Rauchgasentschwefelung in Kohlekraftwerken.
Um den bei der Verbrennung der Kohle entstehenden Schwefeldioxidausstoss (SO2)
in die Luft zu verhindern, wird in Kohlekraftwerken das Rauchgas des Kohlebrands mit eine
Suspension (Lösung) aus Kalkstein (CaCO3) oder Kalkmilch (Ca(OH)2)
in sogenannten Rauchgaswäschern fein aus Düsen besprüht.
Als chemische Reaktion bindet der Kalkstein das in den Rauchgasen enthaltene
Schwefeldioxid unter Entstehung von Calciumsulfit, das wiederum
in Verbindung mit dem Sauerstoff der Luft zu Calciumsulfatdihydrat oxidiert.
Bei diesem Verfahren entstehen feine Gipskristalle von ca. 0,03 - 0,07 mm Größe. Durch
anschließendes Waschen und Filtrieren entsteht ein Gips von hoher Reinheit.
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