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baulexikon - Begriff BEREICH
  DACHSTUHLFORMEN

 

DACH - DACHKONSTRUKTION


Dachstuhlformen

Sparrendach

Grundtragkonstruktion
Beim einfachen Sparrendach bilden zwei Sparren und ein Dachbalken (oder die Decke des letzten Geschosses) eine statisch lastabtragende Dreiecksform.
Die durch die Dachlasten auftretenden Kräfte werden unmittelbar in die Aussenwände geleitet ohne die Decke statisch zu belasten. Sparren steifen sich im Firstbereich gegeneinander gestellt aus.

Grundtyp des Sparrendachstuhls - Bitte anklicken für Vergrösserung
GRUNDPRINZIP SPARRENDACH

Merkmale

Freier Dachraum ohne Stützenstellungen (Vorteilhaft für den Dachgeschossausbau)
Dachneigungen zwischen 35 und 60 grad möglich
Die Auswechslung der Sparren für etwaige Dachaufbauten (Gauben) oder Dachflächenfenster ist statisch problematisch!
Durch die fehlende Unterstützung der Sparren bei hohen auftretenden Lasten, sind nur relativ kleine Gebäudegrundrisse mit einem Sparrendach ausführbar.
(Sparrenlängen -in ihrer wahren Einbaulänge zu messen - maximal 5,00 bis 6,00 m)

Kehlbalkendach

Grundtragkonstruktion
Sparren werden durch querliegende Balken (Kehlbalken) gegeneinander ausgesteift.
Im Firstbereich steifen sich die Sparren gegeneinandergestellt aus. Einwirkende Kräfte werden durch die Aussenwände aufgenommen, keine statische Belastung der Decke.
Durch relativ hohe Schubkräfte im Auflagerbereich der Sparren ist oftmals die Ausführung eines sogenannten Betonwiderlagers erforderlich (Betonringanker, Betonbalken)

Grundtyp des Kehlbalkendachstuhls - Bitte anklicken für Vergrösserung
GRUNDPRINZIP KEHLBALKENDACH

Merkmale

Freier Dachraum ohne Stützenstellungen (Vorteilhaft für den Dachgeschossausbau)
Grosse Dachspannweiten möglich - Die Unterseite der Kehlbalken ist als Aufnahme für eine Plattenbekleidung möglich und bildet somit die Decke von ausgebauten Dachräumen aus. Über der Kehlbalkenebene entsteht häufig der sogenannte Spitzboden, der zusätzliche Nutzfläche emöglicht.

Pfettendach

Grundtragkonstruktion
Sparren werden durch darunterliegende längslaufende Balken (Pfetten) getragen, die widerum mit Stützen (Stielen) die Kräfte in den Bereich der Decke des darunterliegenden Geschosses ableiten.
Im Firstbereich liegen die Sparren im Gegensatz zum Sparrendach auf der sogenannten Firstpfette auf.
Im Fusspunkt lagern die Sparren auf der sogenannten Fusspfette oder Fussschwelle auf.
Je nach Anzahl der Stützenreihen werden Pfettendächer unterschieden in Konstruktionen mit einfach, zweifach oder dreifach stehendem Stuhl.

Grundtyp des Pfettendachstuhls - Bitte anklicken für Vergrösserung
GRUNDPRINZIP PFETTENDACH

Merkmale

Nachteil: Stützenstellungen im Dachgeschossgrundriss, hoher Holzverbrauch
Geeignet für Dachneigungen unter 45
Unabhängig von der Grundrissform sind grosse Spannweiten möglich.
Das Ausführen von Sparrenauswechslungen für den Einbau von Dachflächenfenstern, Gauben o.ä. ist statisch unproblematisch zu lösen.


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