| GESCHICHTE DES
DACHZIEGELS |
Bereits
2500 Jahre v. Chr. wurden in Griechenland Dachdeckungen aus gebranntem Ton (Reine
Tonziegel) verwendet.
Die durch die römische Baukunst
weiterentwickelte Technik der Leistenziegel- herstellung aus Erde, Lehm und Wasser brachte
den Dachziegel auch nach Mitteleuropa und prägte seitdem die Baukultur und Bilder der
Städte und Dörfer.
Die
modernen Falzziegel sind eine direkte technische Weiterentwicklung der römischen
Leistenziegel (lat. tegula = ziegel und imbrex = Leiste) vor allem mit dem Ziel durch
Überdeckung der zwischen den Ziegeln entstehenden Fugen durch Verfalzung der einzelnen
Elemente ineinander. |
| HERSTELLUNG
nach
DIN 456 |
Dachziegel werden aus einer Mischung aus Ton und Lehm (Löß) in
speziellen Verfahren
Strangpressverfahren ("Rohmasse" wird durch Förmen gepresst)
Pressverfahren (Pressung des Rohmasse ähnlich einem Stanzverfahren)
geformt und anschliessend bei einer Temperatur von ca. 900 ° Celsius gebrannt.
Aufgrund der unterschiedlich verwendeten Tonsorten der einzelnen Ziegelhersteller
(Ziegeleien) erhalten Dachziegel oftmals ihr unterschiedliches aussehen.
Reine Tonziegel, die oftmals bei der Sanierung und Dachneueindeckung denkmalgeschützter
Bauten eingesetzt werden müssen, werden bei Temperaturen von etwa 1200 ° Celsius
gebrannt, und sind leichter als der "Standardziegel".
Durch die Zugabe von Engobe* erhalten die Ziegel verschiedene
Farbtöne und Farbmuster (rotbraun bis schwarz).
Weitere Farbtöne werden mit Glasuren erreichen die auf den schon gebrannten Ziegeln
aufgebracht und bei hohen Temperaturen erneut gebrannt werden und Witterungsbeständigkeit
des Ziegels weiter erhöhen.
* Engobe = mit Metall-Oxiden (Kupfer-, Eisen-, Chrom-,
Zinnoxid) eingefärbte Tonschlämme (Engobe franz.: Beguß, Überzug), sie werden auf den
rohen oder gebrannten Ziegeln aufgetragen und nach dem Brennen geben sie dem Ziegel einen
erdhaften und gedämpften Farbcharakter. Die Engoben können untereinander gemischt
werden.
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| ARTEN |
| Dachziegel werden nach der Art und Technik ihrer Herstellung
unterschieden in Strangdachziegel und Pressdachziegel. (Strangpressverfahren -
Pressverfahren) |
Strangdachziegel |
Pressdachziegel |
FALZLOS |
SEITLICHER
FALZ |
FALZLOS |
ZWEISEITIGER
FALZ |
Hohlpfannenziegel |
Strangfalzziegel |
Mönch + Nonne |
Falzziegel |
Biberschwanz |
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Krempziegel |
Flachdachziegel |
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Verschiebeziegel |
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Grossflächenziegel |
| TECHNISCHE DATEN |
| Rohdichte |
ca. 1800 kg/m³ |
| Recycelbar |
ja |
| Geringe Ausdehnung bei
Temperaturänderungen und Frostbeständigkeit |
| Farbbeständige Oberfläche |
| Diffusionsoffen (Nimmt
Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab) |
| ZUBEHÖR |
Für die jeweiligen Ziegelsorten gibt es alle erdenklichen
Spezialformsteine (z.B. Lüfterziegel, Firstziegel, Ortgangziegel, Gratziegel, etc.)
Dachformteile (Durchgangselemente mit Dunstrohr- und Antennenaufsatz,
BelichtungselementeZubehör (Rippenkappen aus Kunststoff für trocken verlegte Firste und
Grate, Firstendscheiben, Sturmklammern, Trockenfirstständer, Schaumstoffprofile,
Traufgitter, Standroste, Trittstufen |
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