Der Dampfdiffusionswiderstand von Bauteilen ist der Wert, der die
Fähigkeit des Stoffes kennzeichnet Wasserdampf durch das Bauteil hindurch zu lassen.
Je nach Material des Baustoffs und dessen Dicke ist dieser Widerstand unterschiedlich.
Die Einheit für die Dampfdurchlässigkeit ist die sogenannte
Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl (griech. m - Sprechweise: mü)
Diese Einheit ist ohne Dimension und somit nur eine vergleichende Zahl, die angibt um
wieviel der Widerstand eines Baustoffes grösser ist als der Widerstand einer gleichdicken
Luftschicht.
(Grundlegend hierfür ist die Festlegung das die Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl von
Luft 1,0 beträgt - Luft hat keinen Dampfdiffusionswiderstand)
Luft=1,0
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| Baustoff |
Wasserdampf
Diffusionswiderstandszahl |
Dicke
des Bauteils |
entspräche
einer Luftschichtdicke von |
|
d
(in m) |
sd
(in m) |
| Stahlbeton |
100 |
0,2
m |
20,0
m |
| Mineralfaser |
1 |
0,1
m |
0,1
m |
| PE-Folie |
100000 |
0,0002
m |
20,0
m |
Wie die Tabelle zeigt weist eine 2 mm
dicke PE-Folie den nahezu gleichen Wasserdampfwiderstand wie eine 20 cm dicke
Stahlbetonwand auf, während z.B. eine Mineralfaserschicht praktische keinen Widerstand
Wasserdampf durchdringen zu lassen besitzt.
Um das Durchdringen von Wasserdampf durch Bauteile zu verhindern ist die
Ausführung von entsprechenden Abdichtungsmassnahmen, z.B. der Einbau von Dampfsperren, erforderlich.
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