Deckenscheiben haben die Aufgabe Gebäude waagerecht auszusteifen.
Nach DIN 1045 sind bei allen Geschossbauten die Decken als statisch wirkende
Scheiben auszubilden, falls keine anderen technischen Möglichkeiten wie Fachwerkartigen
Konstruktionen genutzt werden.
Decken als statisch aussteifend wirkende Scheiben bei
Ortbetondecken
Durch entsprechende Querbewehrung oder kreuzweise Bewehrung
Fertigteildecken aus Beton
Kraftschlüssiger und druckfester Verbund der einzelnen Elemente durch
- Einbringen von zusätzlicher Bewehrung (sog. Zugpfosten) im Fugenbereich und
anschliessendem Betonverguss
oder
- Verbindung mittels Schrauben oder Schweissen
oder
- Aufbeton mit Querbewehrung (z.B. bei Filigrandecken)
Holzbalkendecken
bei Gebäuden mit höchstens 2 Geschossen
- Deckenverankerung durch Balkenkopfanker im Auflagerbereich (z.B. Mauerwerk)
- Scheibenartig wirkende vollflächige Schalung mit aneinander
gestossenen
Schalbrettern mit einer Breite > 12 cm und 2 Nagelbefestigungen
pro Balken/Schalung
Holztafelbau
- Die Holztafelbauweise richtet sich
grundsätzlich nach dem Prinzip von mit vollflächigen
Verschalungen (Beplankungen) versehenen Holzrahmen und erreichen die
statische
Scheibenwirkung durch Beplankung mit Furniersperrholz- und
Flachpressplatten.
Stahltrapezprofildecken
Kraftschlüssige Befestigung jedes einzelnen Deckenelements mit einem
darunterliegenden Träger, sowie im Deckenrandbereich Ausbildung eines sogenannten
rechtwinkligen Viergelenkrahmens mittels eines Randträgers.
|