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baulexikon - Begriff BEREICH
  EIGENKAPITALANTEIL

 

BAUFINANZIERUNG BAUSPAREN
 
Je mehr Eigenkapital vorhanden ist, desto besser ist die Verhandlungsposition gegenüber den Kreditinstituten, da das Ausfallrisiko bei hohem Eigenkapital viel geringer ist. Die Höhe des Eigenkapitals sollte grundsätzlich mindestens 10 bis 20 % betragen.

Zum Eigenkapital zählen:

1.Sparguthaben
Bei diesen Sparkonten ist jedoch zu beachten, inwieweit diese liquide gemacht werden können, da die Sparkonten unter Umständen eine Kündigungsfrist haben. Um hier Vorschußzinsen zu vermeiden, sollte unbedingt rechtzeitig die Kündigung gegenüber dem Kreditinstitut ausgesprochen werden.

2. Aktien, Wertpapiere, Sparbriefe und sonstige Vermögenswerte, '
die sich in Bargeld umwandeln lassen oder günstig beliehen werden können. Gerade bei Sparbriefen, die während der Laufzeit kein Kündigungsrecht haben, ist mit dem Kreditinstitut zu sprechen, ob der Sparbrief doch vorzeitig aufgelöst werden kann. Dies ist deshalb sinnvoll, da in der Regel eine Auflösung sinnvoller ist als eine günstige Beleihung.

3.Bausparguthaben
In der Praxis wird leider verkannt, dass nur zum Eigenkapital das Guthaben auf Bausparverträgen gehört und nicht die Bausparsumme an sich.

4. Der Wert des Baugrundstücks, sofern es bereits aus eigenen Mitteln bezahlt ist.
Gerade bei einem Neubau ist die Einbringung des Baugrundstücks sehr wichtig, da das Kreditinstitut durch die Eintragung einer Grundschuld auf dem Baugrundstück bereits Mittel auszahlen kann, ohne dass ein bestimmter Baufortschritt erzielt worden ist.

5. Eigenleistungen am Bau

Der Wert der Eigenleistung wird an dem Betrag gemessen, der für die Arbeitsleistung an ein Unternehmen zahlen wäre. Trotzdem ist beim Wertansatz der Eigenleistung ein vorsichtiger Maßstab anzusetzen, da der Bauherr mit seinen Eigenleistungen durch Krankheit oder durch Berufsunfähigkeit ausfallen kann. Die Kreditinstitute setzen meistens Eigenleistungen höchstens auf 10.000 bis 15.000 Euro an. Kommt der           Bauherr jedoch aus der Baubranche, so werden auch höhere Werte angesetzt. Gegenüber dem Kreditinstitut sollte ein kompletter Plan der Eigenleistungen vorgelegt werden.

6. Rentenansprüche, die sich kapitalisieren lassen
Bei einem Bau oder Kauf eines Hauses besteht für den Bauherrn die Versuchung, evtl. Rentenansprüche sich kapitalisieren zu lassen. Dies sollte jedoch genau überlegt und genau durchgerechnet werden, ob sich   eine sog. Kapitalisierung überhaupt lohnt. Dazu bedarf es einer mathematischen Rechnung, die den sog.   Barwert errechnet. Ohne eine solche genaue Rechnung sollte keine Kapitalisierung vorgenommen werden.

7. Eine noch ausstehende Hauptentschädigung nach dem Lastenausgleichsgesetz

 8. Verwandtendarlehen
Bei einem sog. Verwandten-Darlehen handelt es sich zwar um ein Darlehen an sich, jedoch wird es zum Eigenkapital gewertet. Beim Verwandten-Darlehen ist darauf zu achten, dass dies wie unter Dritten vereinbart wird, d.h. schriftlich, ein bestimmter Zinssatz und eine Regelung wie das Verwandten-Darlehen getilgt werden soll.

Die Differenz zwischen dem so berechneten Eigenkapital und den voraussichtlichen Bau- und Kaufkosten ergibt die Höhe der zu beschaffenden Finanzierungsmittel.

 

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